virtuelle Hofsitzung

31. March 2009

zurueck nach amaicha

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 23:46

26.03.09 nach einem etwas stressigen aufbruch in den tag, den der bus fuhr schon um 7.00 uhr in der fruehe,und um diese zeit schlafen die meissten taxifahrer in salta ansheinend noch, was es nicht gerade einfach machte rechtzeitig am busplatz anzukommen, die uebliche prozedur beim gepaeck verladen…., letzte zigarette vor dem losfahren, einsteigen, sitzplatz finden (alle tickets werden mit sitzplatz verkauft), schuhe ausziehen (thema schuhe: hab mir jetzt auch paar flip flops zugelegt , eigentlich finde ich die teile ja zum kotzen aber praktisch sind sie doch irgendwie….) und aus dem fenster schauen  was die landschaft so zu bieten hat…..

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nach einer weiteren polizeikontrolle um 11.00 uhr in cafayate angekommen sollte es eigentlich direkt weiter nach amaicha gehen, doch kein bus, null, nada, niende ….

nach 2 fuer mich recht vergnueglichen stunden, den ich hatte endlich gelegenheit mein in tilcara gekauftes hunde und katzenfutter (ungefaehr 1 kilogramm trockenfutter) loszuwerden, dazu muss ich erwaehnen das hunde und katzen hier nicht wirklich ein gutes leben haben, kastration und tierarzt sind hier unbekannte worte… und da die tiere sich selbst ueberlassen sind koennt ihr euch ja vorstellen was da abgeht, man kann es den leuten auch nicht so recht uebelnehemen , wenn man selber zu kaempfen hat mit den taeglichen muehen des lebens ist eine hungrige katze oder hund das letzte wahrscheinlich nicht so das was einen hauptsaechlich interessiert….

fuer mich hingegen ist es nicht gerade leicht zu seghen wie die tiere leiden, an krankheit hunger, lieblosigkeit… daher war es eine grosse freude fuer mich ein wenig gutes tun zu koennen, und die huendin mit den durchscheinenden rippen und ihren 5 welpen hat es durchaus zu schaetzen gewusst  :-) , das problem war nur fuer die anderen zwei hunde hat sie nichts uebriggelassen , aber muetter gehen vor….

an den gesichtern der vereinzelt vorbeiziehenden einheimischen konnte ich sehen das sie nicht wirklich verstanden was ich tat, aber da ich ein touri bin der geld in den ort bringt hatte ich meine ruhe,

nachdem val endlich ein ausreichend guenstiges taxi geordert hatte ging es los in richtung heimat, fuer 90 peso (30 pro person) 60min fahrzeit bei straffem tempo ist fuer hiesige verhaeltnisse nicht wirklich preiswert, aber fuer mich sind es noch nicht mal 10 eu, und verglichen mit den preisen in chemnitz ein kleiner witz……

in amaich aangekommen gab es ein grosses hallo und wiedersehensfreude, mein altes bett sofort wieder in beschlag genommen, mit colo das abendliche festmahl mit allem was dazugehoert besprochen und erstmal waesche gewaschen , natuerlich auf traditionelle weise mit hand, buerste und ner menge seife, was zwar gut schaeumt aber das anschliesende spuelen nicht unbedingt leichter macht…., (waschmaschinen sind hier in diesem dorf noch weitgehend unbekannt, und wenn bekannt doch so exotisch und teuer das sie niemand hat) anschliesend ein wenig durchs dorf geschlendert und das oertliche internetcafe wieder aufgesucht, mit dem einen oder anderen bekannten cerveca geschluerft und schon war es nach 21 uhr und zeit mit den vorbereitungen fuers festmahl zu beginnen……

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ps: so werden hier die ziegel fuer die haeuser hergestellt, ne gute schlammpampe anruehren, die pampe in die form fuellen und ab damit in die sonne…..pict0555.JPG

 

 

25.03.09

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 19:43

frueh um 6.00 uhr aufstehen nach einer viel zu kurzen nacht, und ohne licht (da stromausfall) stoert mich ueberhaubt nicht (in chemnitz sieht das ganz anders aus) denn erstens hab ich meine hirnbirn, und zweitens habe ich bemerkt das ich auf reisen mit 4-5 stunden schlaf aeusserst gut zurechtkomme (man koennte ja was verpassen, und die sitze in den bussen sind absolut bequem, und in der ersten klasse erst , aber dazu spaeter mehr) der uebliche morgenkaffee verbunden mit 2-3 zigaretten und der tag kann kommen…..

um 7.00 uhr stehen wir vier gewaschen und gekaemmtauf schon beschriebener dorfstrasseund warten auf unser taxi (busse finden diesen ort nicht) 7.45 uhr , fuer hiesige verhaeltnisse durchaus puenktlich, ist unser fahrer samt alten peugeot auch erwacht und es geht wieder zurueck nach la quiaca, am busbahnhof angekommen, die sachen ausgeladen, 3 tickets gekauft und zu 4. gewartet, bis um 8.50 uhr der bus kam und es zeit war fuer einen kurzen aber nicht schmerzlosen abschied von leo, den der wind weiter nach bolivien treibt, good luck my friend…….

fuer uns nun nur noch drei gings zurueck nach humahuaca, nach einer nicht gerade gruendlichen (fuer deutsche verhaeltnisse) polizeikontrolle des busses und seiner insassen, irgendwo im nirgendwo, 12.00 uhr angekommen, in einer kneipe um die ecke gemischten salat, pommes , riesenschnitzel, spiegelei und cola inhaliert und 14.15 uhr weitergefahren nach salta, wo wir nach einer 2.ten ebenso gruendlichen polizeikontrolle, (die einzigen die ernsthaft unter die lupe genommen wurden waren die bolivianischen frauen samt ihrer kleinkinder, denn viele von ihnen schmuggeln kokain um zu ueberleben…., ich dagegen mit meinem deutschen pass haette meinen ganzen rucksack voll haben koennen und es haette niemanden interressiert….), um 21.00 uhr in salta angekommen , und das alltaegliche suchen nach einer guten penne drohte wieder zu beginnen, doch diesmal lief es ewtas anders , denn aus dem bus ausgestiegen wurden wir auch schon angesprochen in drei sprachen,spanisch, englisch und franzoesisch , ob wir ein hostel fuer die nacht suchen, dre preis war ok fuer hiesige verhaeltnisse, denn immerhin ist salta ja eine nicht allzu kleine stadt, und da es kostenfreien taxitransfair xum hostel gab war die sache schnell in sack und tueten, denn unser urspruenglicher plan weiterzufahren scheiterte an den fahrplaenen der hiesigen busgesellschaften….

uns anders als bei meiner ersten stippvisite von salta konnte mich diesmal die stadt durchaus mit ihrem charme und geschaeftigen treiben des nachts auf den strassen ueberzeugen , was wohl auch ein wenig an dem etwas kuehleren wetter lag , denn es hatte gerade begonnen zu nieseln, wie herrlich einfach nur dazustehen und betroepfelt zu werden, angekommen im hostel “el andaluz” erlauschten meine ohren auch ziemlich schnell deutsche klaenge und ich nutzte die gelegenheit wieder mal etwas mein deutsch zu kultivieren ;-)

nach einem abschliesenden nachtspaziergang zu mc-donalds ( jaja ich weiss , aber mir war irgendwie nach lecker fastfood , und den maedels stand sowieso immer der sinn danach)

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fand auch dieser tag sein gutes ende

paradies 1

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 19:06

(immer noch der 24.03.09) als abschiedsgeschenk entfuehrte uns leo (moechte mal wissen welcher wind ihm von dem ort gefliuestert hat) mit hilfe eines voellig ueberladenen taxis, ein mindestens 25 jahre alter peugeot 504, 1 fahrer, 4 reisende inkl.gepaeck und eine frau aus dem nachbardorf, nach yavi, ein ort zu klein fuer jede karte, nach ca 45 min. fahrt ueber gar nicht allzu schlechte wege angekommen dachte ich so bei mir : hier muessen sie den western “spiel mir das lied vom tod” gedreht haben

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die strasse leer,die haeuser aus lehm, die daecher ebenso, wuest, leer, heiss und sonst nichts, ausser wolken zum anfassen so nah

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15 min. spaeter die erste ueberraschung: eine unterkunft , so selten wie schoen, buenissimo hoch 3

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nach dem besuch des oertlichen kraemerladens, anschliesender raubtierhafter pluenderung unserer einkaeufe(wir hatten das letzte mal um 9.00 uhr gegessen und mittlerweile war es 15.30 uhr) machte sich eine zufriedene faulheit in unseren koerpern breit, abe nix wars mit siesta in 3500m ue.n.n. (3501 ue.n.n. ich hatte die obere etage des hochbettes), auf gings einem trampelpfad folgend in die hochwueste,pict0503.JPG nach ca 10 min.standen wir vor einem kleinen tal, und ungelogen rings um nur wueste , und wir schauten hinab in dieses unbeschreibliche ….

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da fehlten mir wieder mal die worte, und ein kleines grosses gefuehl der glueckseligkeit krabbelte durch meinen bauch direkt in meine augen und lies eine  traene frei…., also hinabgeklettert,einen kleinen felsen gesucht, gerade gross genug fuer mich allein zum sitzen,raufgekrappelt und den rest des tages nichts anderes gemacht als geschaut (darum auch nicht mehr fotos von diesem ort), der kontrast zwischen der trostlosen leere der landschaft der vergangenen tage und diesem gruenen ort der glueckseligkeit koennte nicht groesser sein…., aber alles hat einmal ein ende, und nach sonnenuntergang fanden wir 4 uns wieder, jeder fuer sich noch sprachlos, im quartier vereint, und der tag fand ein wuerdiges ende mit cerveca negra(schwarzbier) fernet/cola ( aber nicht allzuviel) und spaghetti

bolivien und ich darf nicht

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 18:03

24.03.09 in aller fruehe (um 9.00uhr) aufgestanden und um 10.00 uhr zum busbahnhof geschlendert,jul und pam verabschiedet und um 10.30 uhr zu viert in den bus richtung la quiaca gestiegen und erst einmal ein paar stunden durchschaukeln lassen,

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la quiaca (3442m.ue.n.n) ist eine grenzstadt zu bolivien (und eine der wichtigeren transitorte fuer bolivianer) und aeusserst trostlos und voller armut, wie man sie in deutschland nur aus dritte weltfilmen kennt,

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aber wenn ich schon nicht nach bolivien kann (denn dengue-epedemie, gelbfieber, soziale unruhen und eine reisewarnung vom auswaertigen amt sind fuer mich genuegend gruendemal vernuenftig zu sein) wollt ich die grenze wenigstens einmal gesehen haben, wenn ich mir schon keinen stempel im pass abholen kann ;-) , abgesehen davon war dies die stadt wo sich am naechsten tag die wege von leo, die meinen und der nun nur noch 2 maedels trennen wuerden….

weiter gen norden

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 04:21

am 22.03.09 ging es zuegig weiter gen norden, 1.station war tilcara (2461 ue.n.n.) gelegen mitten in einem talkessel der von einem fluss durchquert wird(sonst haette sich da wohl wahrscheinlich auch niemand niedergelassen) und ringsumher nur wueste , kakteen und die schon bekannten bunten berge,

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tilcara ist ein regionaler anziehungspunkt fuer kuenstler aller art, dies merkt man auch gleich wenn man durch die gassen schlendert und die zahlreichen galerien besucht, gleichzeitig gibt·s ein buntes angebot von hier ueblicher kleidung (ponchos , decken ,huete etc.) und schnick schnack (fuer touris wie mich) auf dem oertlichen marktplatz, wer jetzt aber auf mitbringsel spekuliert den muss ich enttaeuschen, denn ich hab nur einen rucksack, und der ist voll ;-) , was die preise angeht muss ich sagen unterstes level, und die qualitaet ist durchaus als aeusserst hochwertig zu bezeichnen,

nach meiner ersten im freien verbrachten nacht (hier gabs zwar hotels , aber eben keine hostels und dementsprechend teuer) und zu 6. in einem zelt, was zwar fuer 8 mann ausgelegt ist aber in der realitaet fuer fuenf schon als eng zu bezeichnen ist, noch dazu wenn vier davon frauen sind, hatte ich echt keine lust, denn erstens pupse ich gerne nachts, zweitens wollte ich meinen schlafsack eh mal abtesten, und drittens wollt ich auch mal den sternenhimmel geniesen…., und ich kann euch sagen in dieser hoehe ist die luft noch mal nen zacken klarer nachts und dememtsprechend deutlich die milchstrasse zu sehen) ging es nach einem ausgiebigen fruehstueck (ich hatte seit langem wieder mal nen guten starken kaffee(hatte am vorabend einen laden gefunden der tatsaechlich eine gute kolumbianische bohne im angebot hatte, und meine begleiter brauten sich wie ueblich ihren mate tee) gegen 12 auf zum eigentlichen ort meines interesses,den archaeologiscen ausgrabungen von tilcara, den praeinkaischen ruinen, natuerlich wiederentdeckt und ausgegraben von einem deutschen, wenn ich mich recht erinnere um 1910…, wieder aufgebaut und zugaenglich gemacht bekommt man eine ungefaehre ahnung vom leben vor 1400 n.chr.

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in das gelaende integriert ist ein botanischer garten mit den hier ansaessigen pflanzen, gleichzeitig kann man sehr gut sehen wie in frueheren zeiten der boden nutzbar gemacht wurde und die agrokultur funktionierte, viel hat sich seit dem nicht daran geaendert, die landschaft laesst sich halt nicht ueberall vom menschen vergewaltigen…

danach zelt abbauen, zum busplatz, tickets gekauft und weiter gings,ein paar stunden spaeter in humahuaca (2939m ue.n.n) angekommen pict0443.JPG erstmal ratlos vom busplatz in eine schattige seitengasse getrottet und leo pict0441.JPG losgeschickt um ein hostel zu suchen, den maedels (und auch mir) stand der sinn nach einer guten dusche und nem schoenen bett fuer die nacht, eine halbe stunde spaeter kam leo mit einem breiten grinsen zurueck, denn er hatte gleich um die ecke eine privatunterkunft gefunden wo in einem zimmer genau 6 betten standen, und das zu einem sehr guten preis, aber irgendwie war veraenderung in der luft, 2 von den 4 maedels waren nicht so gluecklich mit dem travellerleben (ich halt ja sonst nix von vorurteilen , aber die eine hat gerade ihre lehre als friseuse fertig und die andere will taenzerin werden ohne die figur und die ausdauer dafuer zu haben) sie waren halt zu sehr an das leben in buenos aires gewoehnt und leo wie auch ich hatten beide das gefuehl es wird langsam zeit das jeder wieder seine eigenen wege geht….(schliesslich hatte uns der zufall zusaammengewuerfelt, zumindest was leo und mich betraf, die maedels waren von anfang an zu viert unterwegs…) nachdem wir uns eingerichtet hatten, geduscht und gekaemmt waren, beschlossen leo und ich einen maennerabend einzulegen und zu gucken wo uns die naechsten tage hintreiben koennten….
die maedels taten es uns gleich und so trennten sich unsere wege fuer ein paar stunden,

in einer kleinen aber feinen kneipe gleich ums eck  hab ich mit leo ein ausgiebiges abendmahl eingenommen (das erste mal lama , yam yam) und zwei bratschen und gitarrespielern gelauscht, pict0448.JPG da fuer leo schon feststand wo ihn der wind die naechsten drei monate hinfuehrt(oder solange sein geld reicht), hatte ich ausreichend gelegenheit mein englisch zu bemuehen und soviel wie moeglich infos ueber den suedlichen teil suedamerikas aus ihm herauszuholen, was auch nicht besonders schwer war, denn die meissten ecken hatte er schon selber bereisst….und so langsam verdichtete sich die grobe richtung meiner reise fuer die naechsten wochen,

gegen 12 zurueck pict0452.JPG im quartier empfingen uns vier ueberaus gutgelaunte maedels, den jul und pam hatten beschlossen am naechsten tag nach buenos aires zurueckzufahren…… was leo und mich zu der spontanen entscheidung fuehrte uns doch noch nicht in alle winde zu zerstreuen, sonden den naechsten tag als 4er gruppe weiter gen norden zu ziehen

29. March 2009

in kurzform

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 05:56

tach auch an alle,heute nur ein kurzer bericht, bin zu muede (ist 1 uhr morgens und ich sas den ganzen tag im bus), morgen gehts weiter nach mendoza und von dort zuegig richtung vina del mar in chile, will wieder mal bissel meer sehen….

die letzten tage habe ich mich in tilcara, humahuaca, la quica (grenze zu bolivien) yovi (zu klein fuer jede karte) und wieder humauaca, salta, cafayate, amaicha del valle (ein tag zum waesche waschen , und ein tag  zum relaxen) tucuman rumgetrieben,  aktuell cordoba, ich kann nur sagen die entfernungen und die groesse des kontinents sind wahrhaft gewoehnungsbeduerftig……

es gibt soviel zu erzaehlen…….., also reinschauen lohnt sich die naechsten tage wieder ;-)

22. March 2009

purmamarca 2165m ueber n.n, the “sevencolours stone”, eine verlorene socke und ein salzsee…

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 20:23

nach der endgueltigen einkehr in hostel habe ich wie ueblich meine schuhe und socken auf dem fensterbrett plaziert (insider wissen warum) und irgendeiner von den zahlreichen freilaufenden hunden hat wohl gefallen an einer meiner socken gefunden ;-) , was logischerweisse zur folge hatte das am naechsten morgen nur noch eine aufzufinden war, aber immer noch besser als wenn es einer meiner schuhe gewesen waere….

burmamarca selber ist ein alter rastplatz an der inkastrasse auf dem weg nach bolivien und weiter gen norden und nicht besonders gross, aber als ich morgens aus dem fenster schaute sah ich direkt vor mir die in allen reisefuehrern angepriessenen bunten felsen, die farben kommen von den unterschiedlichen schichten an mineralien (naehere einzelheiten zur erdgeschichte siehe wikipedia…) und es ist fuer den ersten moment ein sehr irreales erlebnis wenn man die felsen in den verschiedensten farben von rot ueber gruen bis schwarz leuchten sieht, und bei sonnenaufgang (ca 7,45 uhr) sind die farben besonders intensiv….              pict0378.JPG pict0381.JPG pict0380.JPG pict0385.JPG pict0407.JPG

gegen mittag machten wir uns (die 4 maedels und ich, leo wollte einen felsen besteigen) mit einer remiss (ein privatwagen und anders als beim taxi ist der preis verhandlungsache) auf zum great saltlake (den richtigen namen habe ich leider nicht in meinen notizen)

fuer 40 peso pro person ging es ueber die berge anderthalbstunde hin , eine stunde aufenthalt und anderthalbstunde zurueck, fuer mich als europaeer wirklich preiswert….

schon auf dem weg dahin verging mir jede lust auf kommunikation denn ich hatte soviel zu schauen….

der pass den wir auf dem weg dahin passierten hat eine ungefaehre hoehe von 3300- 3500m , genauere angaben kann ich leider ohne recherche auf die ich keine lust habe, nicht finden…

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und angekommen kam aus meinem trockenen hals nur ein leises: boah ey, es ist unglaublich wie weit man in einer hoehe von 3000m schauen kann, in ca 100 ? km entfernung die grenze zu chile….

ein rundumblick inklusive wolken und schneebedeckter berge der eigentlich nicht zu beschreiben ist, die weissglaenzende oberflaeche des bis an den horizont reichenden salzsees,und der in dieser hoehe unglaublich blaue himmel….

mitten durch den salzsee fuehrt schnurgerade eine strasse, und vom ersten moment an dem man ein sich naeherndes fahrzeug sieht bis zu dessen vorbeifahrt vergehen ungefaehr 8 bis 10 min. und dabei fahren die nicht die vorgeschriebenen 90km/h, sondern genau wie wir mindestens 130 km/h….

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auf der durchreise (salta, san salvador de jujuy, purmamarca)

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 20:20

einigermassen versoehnt mit cafayate brachen wir am naechsten tag (20.03.09) mit einem “collectivo” (kleinbus der faehrt wenn genug leute mitfahren) zu zweit auf nach saltapict0356.JPG   pict0359.JPG, was laut reisefuehrer eine sehenswerte stadt sein soll, aber denkste, gross, laut und dreckig….

16.30 uhr auf dem zentralen busplatz angekommen und kaum ausgestiegen hoerte ich einlautes UHV!(fuer die argentinier ist mein name irgendwie nicht aussprechbar) und wer stand vor mir? die 4 maedels und leo, die ich in amaicha (15.03) kennengelernt habe

da mariams ziel  humamarca, und meins wie es der zufall will, auch der anderen purmamarca war, trennten sich mariams und meine wege (aber da sie in montevideo lebt werden wir uns noch mal wiedersehen bevor ich von monte aus heimfliege , wenn ich denn heimfliege….)

fix mit hilfe der fuenf noch ein ticket nach san salvador de jujuy gekauft (warum soll ich die ticketverkaeufer quaelen mit meinem spanisch), was im normalfall nicht ganz einfach fuer mich ist, denn es gibt hier in argentinien ungefaehr soviele verschiedene busfirmen wie bei uns taxis, und jede firma hat ihre eigenen ziele und eigenen ticketschalter…..

leicht angeschwitzt und muede nach einem langen tag in verschiedenen busen 20.30 uhr ankunft in san salvador de jujuyu, eine stadt mit grossen sozialen problemen wie mir berichtet wurde, und ich auf dem busplatz auch gleich sehen und fuehlen konnte, denn fuer viele bolivianer ist sie der erste fluchtpunkt auf ihrem weg in ein vielleicht besseres leben in argentinien….pict0363.JPG pict0365.JPG

portemonnaie und pass auf draengen meiner 5 begleiter extra sicher verwahrt und 21.30 uhr weitergefahren nach purmamarca(2165m ueber n.n), wo wir 23 uhr angekommen sind, ausgestiegen pict0367.JPGund: ruhe, kein getoese und gewimmel, einfach nur ruhe (was auch verstaendlich ist bei geschaetzten 500 einwohnern und ca 150 touris), ein hostel gesucht und gefunden, gepaeck abgeworfen und ab in eine kneipe aus der musik zu hoeren war,

neben einem guten nachtmahl auch noch gute livemugge gehabt und gleich eine cd gekauft…… pict0370.JPG

Cafayate, 19.03.09

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 20:16

das einzig erwaehnenswerte an diesem ort fuer mich ist die faehigkeit seiner bewohner den touris das geld aus der tasche zu ziehen, die grosse katholische kirche, reich und schoen erbaut mit dem schweiss und blut der indios, und die traurigen maenner die schon nachmittags betrunken durch ihren heimatort torkeln

abgesehen von dem guten hostel also schrott,will aber fairerweisse doch noch erwaehnen das cafayate das zentrum einer weinregion ist und der wein (der viel zu teuer an die touris verscherbelt wird), sueffig und gut ist

als ich mit mariam gerade in einem lokal war wo normalerweisse nur einheimische ihr bier und oder wein geniessen (tip von der hostelmama) und demzufolge der wein billig war und reichlich durch unsere kehlen floss, lief uns adrian der saenger aus amaicha ueber den weg und lud uns in die bar ein in der er in der nacht singen wuerde,naja den rest koennt ihr euch denken….

18.03.09 der letzte tag in Amaicha del Valle oder abschied tut weh

Filed under: Allgemein — klangfreund @ 20:10

um mir ein wenig die zeit zu vertreiben habe ich mich in ninas bar (gehoert nicht wirklich ihr) niedergelassen und beginne den tag mit schlechtem weil zu duennem kaffee und rotwein, natuerlich nutze ich es aus das ich so frueh am morgen der einzige gast bin und quetsche sie ein wenig aus….pict0315.JPG

sie hat philosophie studiert mit diplom und allem drum und dran, spricht logischerweisse spanisch, ein gutes englisch und ein nicht ganz so gutes franzoesisch, aber wie hier in der gegend ueblich muss sie artfremd arbeiten und jobt hier saisonal fuer wenig geld, und wie sie spricht gibt es in argentienien eine menge studierte leute fuer die es sehr schwer ist einen entsprechenden job zu finden , also will sie naechstes jahr nach brasilien , portugiesisch lernen und dann mal weitersehen…

abgesehen davon ist ninas bar wirklich ein guter platz um seine zeit zu vertroedeln , mittlerweile ist es 14 uhr und ich troedele (ich habe mich dem ortsueblichen tempo ziemlich schnell angepasst, grinz) richtung hostel und kaufe nebenbei noch paar ordentliche batzen fleisch ein fuers abendessen,noch nicht wissend das dies mein abschiedsessen werden wird, denn nachmittags trafen neue gaeste ein und gegen abend hatte ich das unbestimmte gefuehl es ist zeit weiterzuziehen….

am naechsten tag wollten wir eigentlich alle punkt zwoelf ( was hier ueberhaupt nichts bedeutet) die ruinen von quilmes besuchen, ausser mariam die auch am vortag eingetrudelt war und mit der ich eine gute zeit hatte am abend bei rotwein und gebrochenem englisch,sie wollte weiter nach cafayate…

da dachte ich mir jetzt oder nie sonst kommst du hier nimmermehr weg, denn der ort und seine menschen sind mir in der kurzen zeit ins herz gewachsen, ich war uebrigens auch der einzige touri der laenger als eine nacht geblieben ist, fuer die meissten ist amaicha nur eine durchgangsstation  ( waere es fuer mich ja eigentlich auch gewesen)

also fix den plan geaendert, sachen gepackt und ab in den bus ,pict0346.JPG natuerlich nicht ohne vorher noch ein lecker mittagsmahl zu geniesen bei dem mir mariam die regionale kueche naeherbrachte, und ich muss sagen die humidas und empanadas sind wirklich gut….

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