montevideo, 28.04.09
montevideo: schoen
ende der geschichte
es war nicht das “buenos aires philharmonic orchestra” sondern das “orquestra sinfonica nacional” deren klaenge ich heute abend lauschen durfte
als erstes gab es die overtuere aus der oper ” la scala di seta” von rossini, als zweites das concerto nr.2 in b moll kloeckner verzeichniss k417 von wolfgang a. mozart
und nach einer kleinen pause die benoetigt wurde umden grossen chor zu plazieren die “stabat mater ” alle 10 teile von rossini
huch war das gut….
der einzige wermutstropfen war die nicht ganz so perfekte akkustik im saal und zwei rotzkoepfe die meinten es ist ne gute idee das telefon nicht auszuschalten….
buenos aires,23.04.09
ich sitze gerade bei leo in der wohnung (einer meiner reisegefaehrten im norden), die selbst fuer deutsche verhaeltnisse als nicht gerade aermlich bezeichnet werden kann und lausche ausnehmend guter musik( http://shoutcast.com/shoutcast_player?stationid=429984&GenreName=Ambient&ContentFlag=1&genreList=Ambient%20Downtempo%20IDM )
seit langem wieder mal mein lieblingssender im netz, und dann auch noch das liveset von MNO, was will man mehr? selbstverstaendlich nutze ich die gelegenheit leo meinen musikgeschmack etwas naeher zu bringen, natuerlich nicht ohne vorher fuer die richtige stimmung mittels meines kleinen kraeuterbeutelchens gesorgt zu haben, er sitzt auf dem sofa und traeumt sich in neue welten, und ich sitze vor seinem rechner und habe zeit um euch ueber alles moegliche unwichtige zu informieren….., was ich auch gedenke reichlich auszunutzen
was ist passiert in den letzten tagen? von aussen betrachtet eigentlich nicht viel, aber eben nur von aussen…, chanar ladeado,eine kleine stadt irgendwo in argentinien, uninteressant fuer alle die, die nicht gerade das pech haben dort zu wohnen, so dachte ich bei mir, als mich melissa und paula an einem abend in san marcos sierra fragten ob ich denn nicht lust haette sie in ihrer heimatstadt zu besuchen, sie waere aber sehr klein und touristisch gaebe es ueberhaubt nix, aber auch gar nix zu sehen…., und natuerlich antwortete ich zu ihrer verwunderung mit meiner lieblingsphrase auf dieser reise : why not? it´s a good idea….
fuer sich allein, und aus dem blickwinkel eines handelsueblichen travellers betrachtet (die es in argentinien uebrigens wie sand am meer gibt) betrachtet waren diese zweieinhalb tage relativ unspektulaer, hier die reihenfolge wie mir der ort sonntags mittels auto (und am naechsten tag durch eine fahrradtour) naehergebracht wurde: paulas kleine wohnung, in der ich schlafen wuerde, ein stillgelegter bahnhof, an dem sich das junge und junggebliebene volk trifft, das gerade nichts besserers und/oder gar nix zu tun hat, die oertliche speedwaybahn, wo das freie training fuer das leider erst am naechsten wochenende stattfindende rennen gerade zu ende war, paulas elternhaus samt eltern, melinas elternhaus nebst mutter und schwester clarissa, ihr fotostudio, dann das oertliche casino, in dem wir erst mal ne runde billard gezockt haben, danach ab zu sol, deren mann und kindern, abendbrot essen….
montags, nachdem ich erst einmal meine uhr zur reperatur gegeben habe, deren glas den lezten sturz vom nachttischschrank nicht ueberlebt hat,(interessanterweise habe ich nicht mal nen zettel gekriegt fuer meine uhr, und als ich paula fragte warum, sagte sie einen absolut logischen satz: “der ort ist so klein, hier kennt jeder jeden, sowas wie zettel brauchen wir hier nicht….”), und als sie mich fragte wie lange ich denn bleiben wuerde, gab ich eine ebenso logische antwort: “der uhrmacher hat gesprochen, morgen abend ist die uhr wieder heile”….( bis dahin war ich mir selbst nicht so recht sicher wie lange ich denn bleiben wuerde)
dann ab in melinas fotostudio www.myspace.com/melinaserrafotografias und erst mal ne runde kartoffelbrei mit schnitzel verdrueckt, yam yam, und auf gings, natuerlich nicht ohne der vorher landesueblichen siesta gebuehrend respekt erwiesen zu haben, zur fahrradtour, erst ein wenig durch den quadratisch deutsch korrekt angelegten ort, den kindergarten und die zwei schulen gestreift, vorbei an schon erwaehnter rennbahn und stillgelegtem bahnhof zur oertlichen recyclinganalage, zum friedhof, der etwas ausserhalb liegt, und ueber feldwege, logischerweise nicht ohne von einem lkw gebuehrend eingestaubt worden zu sein
zurueck in den ort,
abends dann zu alexandro, einem freund melinas (korrekt ausgesprochen: alechandro, besteht er drauf), der vor einiger zeit 1 monat in berlin verbracht hat und mir gleich, der heimatsprache nicht maechtig war (in diesem fall logischerweisse deutsch, oder was die berliner dafuer halten, und somit ein bruder im geiste war), wo es ein gar reichlich nachtmahl mit allem drum und dran gab…
dienstags mittagessen bei paulas familie, anschliesend eine fuehrung durch die rauemlichkeiten der freiwiiligen feuerwehr in bestem englisch, besuch eines der zwei oertlichen sportklubs inkl. schwimmbad, ein kurzer abstecher zur werkstatt von ……(ich habe leider den namen vergessen,asche auf mein haupt) vater, besichtigung der farm von paulas eltern, der zur zeit geschlossenen schule fuer die auf den farmen lebenden kinder, abholung meiner uhr (wechsel des glases 10 peso, also gerade mal 2.10 eu oder so) und spaeter abendbrot bei melinas familie,
und dann war es schon wieder zeit sich auf den weg zum busterminal zu machen, denn 23.56 uhr ging mein bus nach buenos aires…
soweit von ausen betrachtet, aber da war soviel mehr zu spueren, zu sehen und zu beobachten, die weibergang und deren freundschaft (6 wirklich extrem unterschiedliche und doch irgendwie aehnliche frauen), die herzlichkeit und waerme die zu spueren war waehrend ich von haus zu haus gereicht wurde, die freundschaften und kleinen feindschaften zwischen den bewohnern und deren umgang damit, denn in so nem kleinen nest fernab von allem kann man sich ja nicht wirklich aus dem weg gehen….
das nicht geniesbare leitungswasser (hochoffiziell giftig, aber den leuten die das sagen haben ist das relativ egal)
ach, es war einfach schoen und ein riesengrosses geschenk fuer mich in chanar ladeado sein zu koennen, womit wieder mal bewiesen waere die wahren schaetze liegen abseits der ausgetretenen pfade….
so nun zu buenos aires:
ganz im gegensatz zu meiner ersten stippvisite auf der durchreise erlebe ich diesmal buenos aires voellig stressfrei und entspannt, das begann schon damit das mich leo frueh um 6.48 uhr am busterminal in empfang nahm von wo aus wir uns zuegig mittels 20 minuetiger fahrt mit dem vorortzug richtung leos wohnung bewegten, angekommen erst mal ordentlich gefruehstueckt und dann ne runde abgeknackt bis 15.00 uhr, denn wie ueblich konnte ich im bus nicht schlafen…., vom rest dieses tages gibt es eigentlich auch nix spektakulaeres zu berichten, denn uns hat es nur kurz vor die tuere getrieben um mit hilfe des supermarktes den kuehlschrank zu fuellen, der rest des tages verging mit fernsehgucken…. (deutsche welle, nachrichten und son scheiss)
heute ging es auf in richtung downtown die stadt erkunden und erlaufen, eine fotoausstellung besuchen ( die mehr versprach als sie halten konnte), und der uebliche touribummel durch die strassen, auf dem rueckweg am bahnhof habe ich dario wiedergetroffen (der wohnungslose der mir bei meinem ersten kurszaufenthalt in buenos aires so hilfreich zur seite stand) was natuerlich ein grosss hallo gab und dafuer gesorgt hat das wir beide ein fettes grinsen im gesicht hatten (und ich immer noch habe), morgen abend gibt es ein wiedersehen mit den maedchen die ich samt leo in amaicha kennengelernt habe und anschliesend gehts zu einem konzert des “buenos aires philharmonic orchestra” und danach in eine verrraucht verruchte tangobar, so sprach zumindest val zu mir, und ich hoffe instaendig das es nicht einer der touristenschuppen ist, sondern was bodenstaendig unanstaendiges
rosario ist bis jetzt fuer mich die beste stadt in argentinien, nicht zu gross,nicht zu klein (irgendwas um ne mille einwohner) und trotz anderslautender meinung aller reissefuehrer und co, die stadt mit den besten moeglichkeiten einzutauchen in die subkultur…., (naja was wissen reissefuehrer schon davon…)da ich im selben hostel naechtigte wie schon zu beginn meiner reise in den norden gab es logischerweisse auch ein wiedersehen mit alten bekannten, was zur folge hatte das ich jeden abend ,oder besser gesagt jede nacht auf ner anderen “veranstaltung” war, den auftakt machte eine komoediantische artistikshow , aufgefuehrt von studenten der hiesigen kunstakademie in einem wundervollen alten kleinen theatersaal, der nach deutschen baupolizeilichen masstaeben schon laengst gesperrt worden waere…. diese alten leuchter und riesigen ventilatoren, weit ueber hundert jahre alt und immer noch im einsatz… die risse in der decke scheinen auch niemand ernsthaft besorgt zu haben ausser mich deutschen kleingeist
und ich hatte meine kamera nicht dabei, aber mein kopf hat alle bilder gespeichert, von der show, die sehr anders aber mui exzellente war, vom saal , den menschen….
anschliesend ging es ins “berlin” (wie die restlichen naechte oder besser gesagt fruehen morgens), eine kneipe/bar mit kellergeschoss, dancefloor, luemmelecke, buehne und guten bars,geoeffnet bis frueh um zehn oder wenn die letzten gehen…, das einzige was ich zu bemaengeln habe ist das es dort nur warsteiner bier gibt und die meissten tatsaechlich denken das waere ein gutes deutsches bier, baekse und kopfschmerz am naechsten tag…..
zur naechsten nacht muss ich nicht allzuviel schreiben, siehe bilder des vorherigen beitrags
was den sonnabend angeht habe ichs ruhiger angehen lassen und bin durch die stadt gestreift auf bilderjagd und guten cafes zum abhaengen und gucken, die es auch reichlich gibt…..,ja und am 19.04.09 war es schon wieder zeit fuer den aufbruch, denn ich hatte eine einladung nach “chanar ladeado” ( die zwei maedchen von san marcos sierra) eine stadt oder besser gesagt eine quadratische ansammlung von hauesern irgendwo im niemandsland zwischen rosario und der weite suedamerikas……
aber was solls ,schoen kann es ueberall sein ,und interessant sowieso
, und wenn man eingeladen wird verspricht dies ja auf jeden fall erstmal ein bequemes bett und lecker essen, womit schon zwei meiner hauptbeduerfnisse befriedigt waeren ,was ja schon mal ein guter anfang ist, das meine erwartungen weit uebertroffen wurden, und ich immer noch ein wenig (ganz schoen) geplaettet bin von soviel erlebter herzlich und freundlichkeit in diesem kleinen ort steht erst mal auf einem anderen blatt geschrieben…..
neue woche, neue menschen
auf empfehlung von mariella habe ich mich aufgemacht um die kleine welt von san marcos sierra zu erkunden,
um dahin zu gelangen war wiedermal eine laengere busreise faellig, erst nach cruz del eje, was an sich schon eine ziemlich kleine stadt ist, das groesste an ihr ist wohl das busterminal, wo gemessen an der einwohnerzahl erstaunlich viele busse ankommen und abfahren, aber so ist das wohl ueberall auf der welt, das der letzte vorposten vom nirgendwo reichlich frequentiert wird, denn fuer alle doerfer und verstreut in der gegend liegenden gehoefte fuehren alle wege in die welt ueber cruz del eje…..
und endlich konnte ich mir neuen moskitoschutz zulegen, denn seitdem ueberall im fernsehen ueber die dengue epedemie berichtet wird, und auch am letzten lichtmast ein zettel klebt mit verhaltensrichtlinien, gibt es nirgends mehr moskitospary oder creme zu kaufen, und mein von zuhause mitgebrachter vorrat war schon seit drei tagen erschoepft….., eine unerfreuliche vorstellung an dengue zu erkranken, nur weil man zuwenig moskitospray dabei hat, und das bloede ist, die uebertraeger von dengue sind die sogenannten tigermoskitos, die im gegensatz zu ihren ungefaehrlicheren geschwistern tagaktiv sind und sich wirklich ueberall wohlzufuehlen scheinen, egal ob stadt, land oder dorf…., man kann also sehen es hat auch seine vorteile sich auf den weg ins nichts zu machen, denn in den vorposten desselben tickt die zeit etwas langsamer und die vorraete an moskitoschutz sind noch nicht voellig erschoepft….;-), zumindest in einer von drei “pharmacias” in denen ich nachfragte
eingedeckt mit allem was noetig war gings zurueck zum busterminal, und was sehen meine erfreuten augen? einen wunderschoenen (zumindest fuer mich) alten mercedes bus mit der aufschrift: san marcos sierra
dazu muss man sagen das san marcos sierra seit den siebzigern als eine kleine fluchtburg der hippiekultur gilt, aber das man dies schon am bus erkennen kann ist natuerlich umso erfreulicher
also fix eingestiegen , drei peso geloehnt und ab ging die wilde, wenn auch im gemuetlichen tempo getaetigte fahrt ueber stock und stein, denn asphalt ist auf dem weg nach mina clavero ein unbekanntes wort,
nach ca 45 minuten fahrt, immer wieder unterbrochen durch kurze stopps, ausgeloest durch am wegesrand wartende leute, (es gibt keine festen haltestellen, nur eine ungefaehr festgelegte route, die je nach bedarf, wenn zum beispiel ein altes muetterchen ihren schweren einkauf zu bewaeltigen hat, auch mal fix geaendert wird, und es wird ein kleiner umweg gefahren direkt bis zur haustuer (soviel flexibilitaet wuenschte ich mir mal von der cvag wenn es frueh von irgendwo nach hause geht…) und das beste daran ist: niemand stoerts, denn alle haben zeit, unheimlich viel zeit…..
irgendwann angekommen in mina clavero, hatte ich nur noch das hostel zu finden, das es eine ziemlich ausgewachsene villa sein wuerde mit allem drum und dran war nicht zu erwarten an diesem ort im nirgendwo, aber natuerlich umso erfreulicher, und da mittlerweile nebensaison war hatte ich auch die aufmerksamkeit der betreiber ganz fuer mich allein, eine aeltere dame, unverkennbar alternatives gedankengut in sich tragend und ihr lebensgefaehrte, ein gitarrero aus andalusien, der sogar ein wenig deutsch sprach (was wohl seiner letzten deutschlansdtournee zu verdanken ist)
da es auch hier wieder katzen waren, die die besten plaetze auf den sitzmoebeln in beschlag nahmen, fiel es mir nicht schwer mich wohlzufuehlen (das diese gerade in gemeinschaftlicher arbeit einen papagei plattgemacht und verspeisst haben, ist die andere seite der medallie)
was macht man abends wenn man hungrig und durstig ist? man geht einkaufen oder in die kneipe, ich habe mich fuer letzteres entschieden, was auch ne gute idee war, denn wie das leben so spielt, sas ich nicht lange alleine…..
frueh um drei in san marcos sierra….
ach ja,zwei fluese, eine kirche, eine grotte die der heiligen maria gewidemet ist, einen dorfplatz nebst gutem krimskramsladen in dem es richtig gute musik zu kaufen gab( was ich denn auch getan habe) ein hippiemuseum, eine kleine galerie, ruinen von den ureinwohnern stammend und so einiges mehr gab es auch noch in dem dorf und der naeheren umgebung zu sehen….
mina clavero war wieder mal ein volltreffer, (nachdem die letzten plaetze meines verweilens nicht unbedingt als solche zu bezeichnen waren) der weg dahin wieder mal gut zum gucken und staunen, auf der karte sah es gar nicht so weit aus, waren aber dann doch gut fuenf stunden mit dem bus durch berg und tal……,
angekommen, war der erste eindruck nicht der schlechteste, denn obwohl mina clavero ein touristenort par excellence ist, hat man es doch geschafft den charme eines kleinen verschlafenen staedtchens zu behalten und keine hotelbettenburgen hinzuk(l)otzen, und da die hauptferiensaison in argentinien auch schon vorbei ist, herrschte relative ruhe und beschaulichkeit im staedtchen , was sich aber bald aendern sollte, denn ostern stand vor der tuer….
das hostel selber ist eines der besten in dem ich bis dato naechtigte, sehr sauber und mit liebe und sorgfalt gestaltet,zwar nicht zu den billigsten zaehlend aber jeden cent wert….,und die betreiber, diego und mariella
sind nicht nur mit herzblut dabei, sondern auch mit verstand, und der umstand das zwei katzen (castro, der schwarze liebling von mariella, und bruno, ein schwarz weisses kaetzchen, ca fuenf monate alt und eigentlich den nachbarn gehoerend, aber wie katzen nunmal sind…)die eigentlichen herren ueber haus und hof sind, hat ihnen natuerlich ne menge symphatiepunkte bei mir eingebracht….., der hund von nebenan getraut sich nicht mal ein schlaefchen in der sonne abzuhalten, (von den katzen eh nur leidlich gedultet wenn sich dieser streicheleinheiten von den gaesten abholt), aber sobald dieser weisse grosse schaeferhund die augen schliesst um ein nickerchen zu halten kommt castro angerannt, um ihn per ohrfeige daran zu erinnern das er gerne mal gucken kommen kann , aber gefaelligst zu hause zu schlafen hat…
das beste an mina clavero, und mein eigentlicher grund dahinzufahren war der fluss und die umliegenden berge, diesmal nicht die anden, sondern etwas kleiner…., wunderbar dazu geeignet durch die gegend zu stromern und am fluss entlang von fels zu fels zu huepfen, wie in den tagen der kindheit
, nachmittags ein schlaefchen am ufer abzuhalten und bei anbrechender dunkelheit langsam den weg zurueckzufinden….
als sonntags der groesste trubel vorbei war (das hostel genauso wie der ort hatten sich freitag morgen mit beginn der osterferien schlagartig auf fast beaengstigende art und weisse gefuellt, und von dem feeling des kleinen verschlafenen oertchens als ich ankam, war nichts mehr uebrig, die strassen und gassen bis tief in die nacht rammelvoll mit volk) nutzten tom, ein mir sehr symphatischer mensch, der abgesehen davon genauso gerne am abend (nicht?) zu viel trinkt wie ich….( ein neuseelaender der schon so ziemlich ueberall auf der welt gearbeitet hat und nun endlich mal abenteuer haben wollte ,und darum mit dem fahrrad quer durch suedamerika faehrt) und ich die gelegenhiet uns einmal selber in der kunst des barbeque (was hier eigentlich assado heisst) zu versuchen, und ich muss sagen, wir habens voll drauf…. abgerundet wurde der abend durch ein nettes kleines gruenes wohlriechendes geschenk von diego, was wir ohne frage sehr zu schaetzen wussten
andenueberquerung 2, bei tageslicht….
mendoza, bike and winetour….
taxifahrerstreik
cordoba
barbeque im hostel pewman che
hallo,liebe Hausgemeinschaft,
heute gings mir mal wieder derbe aufn sack,dass mein geliebter plus diesem hässlichen,blöden,stinkenden,scheiss unordentlichen,kein sternburgverkaufenden(…) penny weichen musste.nachdem ich mich an o.g. sack gekratzt hatte und nach internetrecherche feststellen musste,dass der nexte und einzige in chemnitz verbliebene plus auf der augustusburger straße ist,hab ich den damen und herren ein paar zeilen ins “kundencenter”(ihre meinung ist uns wichtig) gemailt.
genaugenommen folgenden text:
Guten Tag,sehr geehrte Damen und Herren
heute möchte ich meinen Unmut und mein Bedauern darüber äußern,dass der Plus dem Pennymarkt weichen musste.
Jahrelang war ich treuer und zufriedener Pluskunde und auch in unserer Hausgemeinschaft stand der Plus trotz mehrerer Konkurenten im näheren Umfeld immer an erster Stelle der Beliebtheitsliste.
Man fand,was man wollte,die Angebote waren attraktiv und irgendwie,ja,man hatte sich daran gewöhnt.Vor allem BioBio war sehr beliebt.Da stimmten Aufmachung,Qualität und Preis.
Mit dem Pennyangebot sind wir nicht wirklich zufrieden und wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umhöre, geht das nahezu allen ähnlich.
Schon das blau-orange-schwarze Firmenlogo von Plus traf besser den Sehnerv,als dieses aufdringlich-billig daherkommende knallrot-gelb.
Auch an die Ordnung im Markt habe ich mich nach inzwischen fast 4 Monaten nicht gewöhnen können.Weiterhin finde ich es schade,dass Zigaretten nur in kleinen Schachteln angeboten werden und auch die Auswahl an Wein geschrumpft ist.
Wenigstens die Biomilch ist geblieben,aber davon sind meisst nur 4-5Pakete pro Tag vorhanden und manchmal ist sie sogar ausverkauft.Da war das Angebot beim Plus schon umfangreicher.
Ein vermeintlicher Pluspunkt(welch Wortspiel) ist die hauseigene “Bäckerei”.Der Bedarf an Backwaren wird meiner Meinung nach aber durch den sich in der Filliale befindlichen Gramssbäcker ausreichend gedeckt,was diese überflüssig macht.
Ich/wir gehen deshalb häufiger in anderen Geschäften einkaufen,eben,weil man sich mit Penny nicht identifizieren kann.
Wenn es nach mir gänge,wäre aus Penny Plus geworden,wenn eine veränderung schon unbedingt sein muss.
Schade,dass uns Kunden und Konsumenten vorher niemand nach unserer Meinung gefragt hat.
mit freundlichen Grüßen
vielleicht nehmen sie sich ja gerade diese mail zu herzen..oder es war die tausendste und den umbruch auslösende.
nobody knows.
versuch macht kluch
am 03.04 fruehmorgens ging es zuegig zum busterminal (hatte ja den weg zum glueck schon vorher durchexerziert) und genau punkt acht gings auf zur andenueberquerung, diesmal aber bei tageslicht , was sich auch als goldrichtige entscheidung herausgestellt hat, denn was man nachts nur ahnen konnte war tagsueber umso eindrucksvoller zu bestaunen, in deutschland wuerde man diese strasse ob ihrer enge, kurven und steilheit wohl eher als landstrasse, nur geeignet fuer kleinere pkw bezeichnen, aber denkste, hier ist es eine hauptverbindung….. dementsprechend langsam ging es dann auch stellenweisse vorwaerts, die meisste zeit zwischen 15 und 30 km/h, der bus hatte eine geschwindigkeitsanzeige nur fuer die passagiere, in chile ist dies pflicht, genauso wie die staendige ortung per gps und detallierte infos ueber den fahrer, die zurueckgelegte strecke und so weiter, dies alles schoen praesentiert auf einem led laufband , fur alle gut sichtbar
, an der grenze hat es diesmal etwas laenger gedauert, denn die argentinischen zoellner haben ein spuerbar langsameres tempo als ihre chilenischen kollegen bei der einreise, und da es diesmal tags war standen auch noch vier andere buse vor uns… so wurde aus der fahrplanmaessigen ankunft die um zwei sein sollte um fuenf, aber was solls ich habe ja zeit….
in mendoza angekommen nahm mich der ungeliebte trubel der grosstadt sofort wieder in beschlag und bei dem versuch eine bleibe zu finden (im internetcafe des busterminals) fuer die nacht war ich nahe am ausflippen, kurz bevor dies geschah kam mir zugute das ich mein gepaeck nicht wie sonst meisst erst mal in der aufbewahrungsstelle deponiert hatte , sondern direkt am mann hatte und somit als reisender weithin kenntlich war …
woraufhin mir eine israelin , die am nachbarcomputer sas in bestem englisch ihre hilfe anbot, denn eigentlich reiste sie zu zweit, doch die freundin war erkrankt und schon nach israel zurueck (gute besserung) und somit ein platz frei fuer mich in einem gar nicht allzu schlechtem wenn auch nicht ganz billigem hostel mitten in der stadt, nach 20 min. fussmarsch angekommen, eingecheckt, geduscht , gefreut…. und der italiener schraeg gegenueber war auesserst preiswert und lecker, yam yam….
der naechste tag war nicht ganz sio erfreulich denn dummerweisse bin ich auf das alte touriabzocke splel hereingefallen und habe eine wein und biketour gebucht,
der weg dahin war ja noch ganz angenehm, zu viert im taxi fuer kostenlos ist ja mal nicht schlecht, aber angekommen schwante mir schon nix gutes, die raeder die angeblich exzellente mountainbikes sein sollten waren die letzten um nicht zu sagen allerletzten schrottmuehlen und die angeblich so romantische weinstrasse entpuppte sich auf dem groessten teil der strecke als staubig heisse, von viel verkehr frequentierte ausfallstrasse, und die lkw fahrer sind es nicht wirklich gewoehnt auf fahrradfahrer ruecksicht zu nehmen…, nur der letzte kilometer (von insgesamt zwoelf) der strecke war als annaehernd angenehm zu bezeichnen, eine etwas kleinere starsse gesauemt von einer herrlich viel schatten spendenden baumallee, dafuer waren die weingueter allesamt kostenpflichtig , was natuerlich auch mit keiner silbe vorher erwaehnt wurde , weder im prospekt noch muendlich… und 15 peso fuer drei kleine probierschlucke schlechten weins sind echt ganz schoen happig, und der wein war wirklich durch die bank weg scheisse…. und die wollten einem den rotz auch noch fuer ab 20 peso die flasche andrehen, dabei gabs in mendoza ( und auch sonst in argentinien) ab 5 bis 7 peso durchaus lecker roten und weissen, der einzige lichtblick war die schokoladenmanufaktur, die war wirklich gut und hatte ganz zu meiner verwunderung auch keine ueberhoehten preise im angebot….
den naechsten tag wollte ich mich zuegig nach cordoba aufmachen , doch wurde ich in meinem tatendrang erst mal von den mendozinischen taxifahrern erheblich ausgebremst denn diese hatten auf irgendwas (konnte leider nicht in erfahrung bringen worum es ging) eine stinkwut und haben deshalb sonntagsfrueh erstmal mit brennenden reifen und ihren taxis alle zufahrtswege zum busterminal und auch die restliche innenstadt blockiert, was zur folge hatte das ich erstmal in erfahrung bringen musste ob der bus ueberhaupt faehrt ( das ticket hatte ich ja schon) und wenn ja von wo aus…., nach einer kleinen odysee von schalter zu schalter, zur info, zur polizei, zurueck zu den schaltern , der info und so weiter habe ich dann mit drei stunden verspaetung doch noch mendoza richtung cordoba verlassen
von cordoba selber gibts nicht allzuviel zu berichten , denn obwohl ich drei tage da verweilte habe ich nichts anderes getan als mich ab dem spaeten nachmittag in einem schachlokal rumzutreiben und regelmaesssig zu verlieren, was mich aber je spaeter der abend umso weniger gestoert hat, denn wie gesagt der rotwein in argentinien ist lecker und preiswert ![]()
das hostel selber war auch ganz ok und montagabend gabs wieder mal ein schoenes barbeque fuer gar kein geld , einfach mal so, fand ich ne feine sache…
am 08.04 gings auf nach mina clavero, doch davon spaeter mehr, die bilder von den letzten tagen reiche ich auch noch nach, momentan bin ich froh wenn das internet nicht alle drei minuten auf wiedersehen sagt….
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