Kurzfilmabend am Sonntag, 13.09.2009

was die ukraine angeht muss ich sagen : viel wind um nichts, genau wie bei südamerika
die leutz sagen immer pass auf, dies und das kann passieren, und die bullen und die diebe und die straßen und die nutten und jenes und welches…., was ja im einzel und oder sonderfall auch alles stimmen mag und durchaus vorstellbar ist, in der ukraine genauso wie überall in der welt, doch denke ich die meissten geschichten sind hemmungslos übertrieben
oder ich bin ein glücksprinz und ein sonnenscheinkind auf reisen, was immer glück hat (eher unwahrscheinlich, oder?)
was die ukraine angeht kann ich eigentlich nur gutes berichten, was schon an der grenze losging,
aber von anfang an:
wie immer war die orga etwas kurzfristig und chaotisch, das bedeutet ich hatte am freitag (wollte montag oder dienstag drauf los) noch keine ahnung mit was ich dahinkomme, flieger habe ich mir selbst gegenüber abgelehnt, bus hatte ich auch keine böcke, mit dem motorrad zu weit mit soviel technik und auto hab ich keins ….,
aber viele freunde, und so kam es dann das ich genau wie auf das festival in tschechien mit einem himmelblauen twingo gefahren bin ![]()
ich liebe dieses auto, und das meine ich sogar ernst, denn es hat mehrere vorteile : es ist klein, es hat eine schöne farbe, es ist groß genug, es ist ein franzose, es verbraucht wenig, ist schnell genug, und sieht nicht nach dicker hose aus….
wenn du mit einem auto in die ukraine fährst was nicht das deinige ist musst du eine beglaubigte bestätigung des fahrzeugbesitzers bei der einreise vorweisen können das du selbiges rechtmässig führst und nicht etwa mausehakenmäsig unterwegs bist ……
also montag abend zum adac, dokument ausstellen lassen und dienstag morgen nach berlin zur ukrainischen botschaft, denn laut internet macht diese dienstags um 9 uhr auf, aber eben nur laut internet, in der realität 14 uhr….
also 4 stunden zeit in berlin, da die botschaft sehr zentral liegt (albrechtstrasse), 2 querstrasen weitergebummelt, ab in das nächste einladende kneipenkaffee und erst mal in aller ruhe gefrühstückt und dank w-lan die route in die ukraine ausgekaspert, erst autobahn richtung dd zurück und dann links weg richtung frankfurt/oder, über poznan auf die e 40 und dann immer richtung l´viv /ukraine…..
980 km ungefähr , denn strecken innerhalb der ukraine berechnet google maps nicht (warum nur) , von l`viv bis lutsk ( dem eigentlichen ort der festivität, ca 200000 einwohner, rest bei wikipedia)
irgendwann 3 rühreier und zwei kaffe später wars auch 14 uhr, angestellt, gewartet, irgendwann drangekommen, nix stempel gekriegt…….
also gut ihr brüder, dacht ich mir, dann eben ohne stempel
on the road und unterwegs sein, leben,
eigentlich wollt ich ja bloß bis poznan und dann gemütlich in nem hostel absteigen, aber irgendwie war ich so im fahrfilm das ich erst nachts um eins in einem autobahnmotel eingekehrt bin, bewachter parkplatz, das zimmer 10 eu, bett, dusche, alles ist gut….,
mittwoch um 10 uhr los , und die letzen 300 km bis zur grenze in angriff genommen, klingt nicht viel , aber die autobahn ward zur bundesstraße und diese zu einer 250 km langen baustelle, und wer bauts ? dank eu- gelder die deutschen,
hatte aber sein gutes, so hatte ich genug zeit für land und leute ![]()
irgendwann gegen abends 6 wars dann soweit, die GRENZE
und mir war leicht schummrig, denn mir fehlte ja dieser gewisse stempel, nach anderthalbstunden schlange stehen, was erfreulich kurz sein soll im verhältniss zum erlebnis anderer, war es dann soweit, eine hübsche ukrainische zöllnerin kam auf mein auto zu und drückte mir zwei zettel in die hand die auszufüllen seien, pers. daten die ja eigentlich im pass stehen …..
natürlich habe ich die hälfte freigelassen, weil nicht verstanden, das einzige was ich wusste das die wissen wollen wohin und warum
also hatte ich clevererweisse schon zu hause die website des festivals auf englisch (für mich) und auf russisch /ukrainisch abgespeichert
und als sie fragten ( nun waren es schon zwei, die hübsche und ein anfangs etwas mürrischer junger kerl dem ich wohl die hübsche zu oft angelächelt habe
wie was wo warum , denn ich hatte es ja nicht reingeschrieben ( was normalerweisse glaubt man den gerüchten, schon genug grund ist drei vier extra stunden zu stehen)
sagte ich nur : musikant, festival , lutsk
vor und hinter mir schon leichtes gemurmel , denn die poeln ukrainer und russen die ebenso wie ich warteten befürchteten wohl länger andauernde komplikationen mit dem “nemetz”
lappi angemacht , festivalseite gezeigt und alles war fein,
der erst mürrische zöllner sagte : du dj? und sang : eins zwei polizei , wir lachten und verstanden uns, was ihn natürlich nicht davon abhielt mich aufzufordern zu beweissen das ich wirklich als dj zum festival wolle,
also programm hochgefahren und 10 min losgelegt,
dann waren alle zufrieden und überzeugt das ich wirklich musikant bin und kein schmuggler, grinz
noch fix den reißepass check durchlaufen, der auch länger dauerte wegen meiner vielen stempel, dann noch gegenüber den zoll mit oberflächlichster auto und gepäckkontrolle und weiter gings…
nach gut 2 stunden war ich durch, völlig ohne probleme , bakschisch oder doofer situationen,selbst das papier vom adac war anstandslos ausreichend….
so demnächst mehr und das eigentlich interessante
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