Frieden?!
Ich bin gegen diesen Krieg. Ich bin gegen die
Auslandseinsätze in inzwischen 40 Ländern
mehr seit 1990. Ich bin gegen eine Erhöhung
der Militärausgaben auf das Niveau von 1990.
Ich bin gegen das Verkaufen und VERSCHENKEN
von Waffen an jeweilige Kontrahenten in Krisen-
gebieten. Ich bin dagegen dann gleichzeitig von
Frieden zu sprechen, und gleichzeitig entsprechend
unter 1% der militärischen Ausgaben in friedliche
Projekte zu stecken. Ich bin gegen Kanzlerabschiede
mit militärischen Ehren. Ich bin dagegen, der Wut
der Opfer noch mehr Gründe zu geben. Ich bin
gegen Eskalation.
Ich bin dagegen, einen Krieg zu führen und von
friedlichen Einsätzen zu sprechen. Ich bin dagegen,
andere Ansätze nicht mehr zuzulassen. Ich bin
dagegen anderen Kriegstreibern eine Gelegenheit
zu geben, von deren immensen inneren Problemen
abzulenken. Ich bin dagegen, einem Land die
Entwicklung zu verbauen, derer wir selbst einst
so bedurften. Ich bin dagegen, eine Freiheit in
die Welt zu tragen, deren Heimatland Probleme hat,
die eigene Fortpflanzung zu sichern.
Ich bin dagegen wissenschaftliche Friedens- und
Konfliktforschung zu finanzieren und deren Erkenntnisse
und Ratschläge dann zu ignorieren und denen
privat und durch Körperschaften finanzierter Studien
vorzuziehen. Siehe Artikel von heute
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/tornado3.html
Und ich will das zeigen. Laßt uns dagegen demonstrieren,
und zwar NICHT Sonntags. Laßt uns zeigen, daß wir
das organisieren können.
Wie viel ist es mir wert, in den Krieg zu ziehen,
oder diesen zu bezahlen, oder darüber
nicht einmal informiert zu werden?


February 8th, 2007 at 10:53
…dagegen. ich auch pierre. mit ganzem herzen. woran sich mein geist nur viel zu häufig stößt und entmutigen lässt ist dieses “wie anders” … mir fehlen so häufig die vision oder nein, der WEG zu dieser vision, daß ich aufgebe noch bevor ich losgelaufen bin. und viel zu oft kommen mir die dinge die ich tue (fairtrade zeug kaufen und ähnliches) auch nur als moralische augenwischerei vor, weil sie mich nichts kosten (ethisch gesehen) sondern sich wunderbar harmonisch in mein sesselpupserdasein einfügen … hmm…
February 12th, 2007 at 13:06
bin auch dagegen,
@stan : das “wie anders” ist für mich ein problem was sich manchmal nur durch nichtstun klären läßt, denn oft fallen mir nur lösungen ein die nichts mit pazifismus oder gewaltfreiheit zu tun haben…
aber dann bedenke ich immer den klugen und wahren spruch: wenn du böses mit bösem bekämpfst kommt nix gutes bei raus, und ich verzichte darauf meine lösungsansätze in die tat umzusetzen, gleichzeitig fällt mir aber oft keine andere “gute” lösung ein, was mich dann wiederum zum nichtstun verdammt, blöder teufelskreis denn ich allzuoft nicht durchbrechen kann
February 14th, 2007 at 17:57
Frieden?!
Ja ich hätte da auch gern einen.
Hab mir das mit den Frieden mal einbisel erklären lassen
http://www.youtube.com/watch?v=e8J_tUu-fq4&mode=related&search=
So jetzt ist alles klar, wenn man dumm genug ist und nicht nachdenkt alles kein
Problem mehr.
Also immer schön Nachrichten schauen und Steuern zahlen.
Kann man selber etwa noch was tun?
Eine Verfassung ist solange neutral bis sie angewandt wird.
Ich persönlich werd wohl in nächster Zeit öfters unterwegs sein.
February 17th, 2007 at 18:13
Ich bin dagegen, das wir Deutschen uns hinter der Vergangenheit verstecken und uns nicht für Friedensmissionen einsetzen lassen wollen. Ich bin dagegen das wir von anderen Soldaten die “Drecksarbeit” machen lassen. Ich bin dagegen einen Pazifismus zu unterstützen, dem Völkerrechte wichtiger als Menschenrechte sind.
Ich bin dafür, das es keinen Diktator mehr geben kann, der sich in Sicherheit wiegen kann.
Ich bin dafür, das es kein “zahnloses” Europa mehr gibt.
Ich bin dafür das man in Regionen wie Sudan u.a. notfalls mit Waffengewalt dafür sorgt, das keine Frauen mehr vergewaltigt werden und Kinder zu Soldaten mißbraucht werden.
February 20th, 2007 at 14:02
@Ronny:
Bei all dem dagegen sein magst du vielleicht vorher erklären was du meinst, wenn du sagst :
“Deutschen uns hinter der Vergangenheit verstecken”
“Friedensmissionen einsetzen lassen wollen”
“Ich bin dagegen einen Pazifismus zu unterstützen, dem Völkerrechte wichtiger als Menschenrechte”
Bei all diesem Dagegen frag ich mich - weil ichs nicht verstehe :
Wieso ist Eintreten für Antimillitarismus und Frieden ein Verstecken hinter der Vergangenheit. Ist Krieg denn deiner Meinung nach der logische Schritt in eine Zukunft ?
Wieso soll das Chaos was westliche Mächte im nahen Osten fabriziert und/oder verschlimmert haben eine Friedensmission sein ?
Was ist der Unterschied zwischen Menschen und Völkerrechten. Wessen Menschenrechte stehen hinter welchen Völkerrechten zurück ?
Hmm, dies nur einige der bescheidenen Fragen die man mir erklären möge damit ich obige Aussagen verstehe.
So long
February 20th, 2007 at 17:37
Ich bin gegen so genannte “Frieden schaffende Maßnahmen” - anderes modernes Wort für Krieg. Siehe http://www.euphemismen.de
Ich bezweifle, dass man mit Waffengewalt wirklich Frieden schaffen kann. Gibts denn überhaupt Beispiele in der Geschichte wo das schon mal funktioniert hat?
Die einzige Armee, die sich Friedenstruppe nennen darf ist und bleibt die Heilsarmee…
February 23rd, 2007 at 22:56
@uwe
da fällt mir n text vom söllner hans ein,der sich wohl auch des öfteren von der gesamtsituation überfordert fühlt.ist echt n sehr gutes lied.
und da du wohl das bayrisch verlernt hast,übersetz ichs mal ins hochdeutsche,auch wenns dann vielleicht den reim-spirit nimmt
“mein zustand”
es ist für mich wahnsinnig schwer geworden
dass ich früh aufsteh
und mit leichtigkeit den tag überleb
ich hab mirs gesicht noch nicht gescheit gewaschen
und merk schon wieder dass ich flenn
und dass ich wiedermal total daneben steh
ich hab das gefühl,dass was passiert ist in mir drin
aber ich kann euch noch nicht sagen,was es ist
ich muss mich zwingen,dass ich red
dass ich arbeite und geh
ich muss mich zwingen,dass ich trink und ess.
ich geh auf die strasse raus und seh
wie alles um mich rum verreckt
und trotzdem tu ich nichts dagegen
ich hätte die kraft etwas zu tun
aber ich lass mich gehn
weil ich keine lust hab nur gegen mauern zu rennen.
ich spür den hass an jeder ecke
spür die unzufriedenheit
das falsche lachen und die ehrlichkeit die fehlt.
ich hab das gefühl,ich bin zur falschen zeit geborn,
am falschen ort,auf der falschen welt.
ich möcht das alles so gern vergessen
aber es geht nicht und deswegen
sauf ich mich zu,damit ich an was anders denk.
und die paar stunden,die ich rumlieg
in meinem rausch tun mir so gut
weil in dem zustand nicht alles so beschissen ist.
ich reiss mir irgendeine auf,
damit ich heut nacht nicht einsam bin
und weiss genau,dass ichs so bestimmt nicht schaff
aber lieber allein mit jemandem im arm,den ich spür,
aber eine nacht,in der ich nicht wach lieg sondern schlaf.
ich fahr in den urlaub,damit ich auch mal was anderes erleb
und weiss genau,dass alles dasselbe ist.
ich rauch mich zu in amsterdam
damit ich mitreden kann
und dass gefühl hab,dass ich wie die andern bin
ich sitz in kneipen rum und laber einfach vor mich hin
und weiss genau,
dass das keinen menschen interessiert
wenn ich jetzt aufsteh und schrei
drum bleib ich sitzen,und wart bis was passiert.
ich hab den kopf voller gedanken und ich weiss es ist nicht gut
sich nur gedanken zu machen,wies wohl um einen steht
ich hab keine hoffnung,dass es irgendwann mal besser wird
wo ich doch nur merk,wies andauernd mehr abwärts geht
jetzt könnt ich jemanden gebrauchen,der mir sagt,dass er mich mag
der mich in den arm nimmt,irgendjemand,den ich spür
und der mich fühlen lässt,dass es nicht umsonst ist,dass es mich gibt
aber ich fühl mich bloss allein.
ich hab keine ahnung wie lange das noch so weitergeht
aber ich weiss,dass ichs nicht mehr lange mach.
ich kann doch nicht nur saufen,damit ich irgendwas vergess
oder mich zurauchen um besser drauf zu sein.
ich hab keine lust mehr,was zu erklären
wo mch doch eh keiner versteht
jeder sieht nur in mir was er sehen will
ihr gebt m ir überhaupt keine chance zum überleben
ihr wollt mir keine geben,hab ich so das gefühl,
ich geh meinen weg ganz einfach weiter,ganz egal wohin er führt
recht viel schlimmer kanns nicht werden,wies eh schon ist
von tag zu tag wird das gehen schwerer,und es strengt mich an
dass ich mir klar mach,dass es noch andere sachen gibt.
ich würd euch so gern zeigen
wie glücklich ich bin
aber ich weiss,ihr würdet nur merken,dass ich lüge.
mir gehts nicht schlecht,aber mir fehlt halt einfach schon zuviel
wodurch das leben wieder lebenswerter wird.
ich geh ins blumengeschäft und kauf mir nen großen blumenstrauss
stell ihn auf den tisch und für nen ganz kurzen moment
ists wieder farbig in meinem zimmer und ich merk,mir wird warm
ich frag mich,woher ich dasg efühl wohl noch kenn.
ich hör die kinder draussen schrein,die sonne geht unter,alles ist müde
ich geh ins bett und lieg noch viel zu lang wach
meine gedanken stehen im raum und ich merk wie sie mich fragen
ob ich den tag morgen wohl noch schaff.
February 27th, 2007 at 20:24
@ tom
jo ,das triffts ziemlich gut….
March 22nd, 2007 at 20:24
“Politik ist die Kunst, von den Reichen das Geld und von den Armen die Stimmen zu erhalten, beides unter dem Vorwand, die einen vor den anderen sch�tzen zu wollen.]