vivir con amigos, chanar ladeado y buenos aires
buenos aires,23.04.09
ich sitze gerade bei leo in der wohnung (einer meiner reisegefaehrten im norden), die selbst fuer deutsche verhaeltnisse als nicht gerade aermlich bezeichnet werden kann und lausche ausnehmend guter musik( http://shoutcast.com/shoutcast_player?stationid=429984&GenreName=Ambient&ContentFlag=1&genreList=Ambient%20Downtempo%20IDM )
seit langem wieder mal mein lieblingssender im netz, und dann auch noch das liveset von MNO, was will man mehr? selbstverstaendlich nutze ich die gelegenheit leo meinen musikgeschmack etwas naeher zu bringen, natuerlich nicht ohne vorher fuer die richtige stimmung mittels meines kleinen kraeuterbeutelchens gesorgt zu haben, er sitzt auf dem sofa und traeumt sich in neue welten, und ich sitze vor seinem rechner und habe zeit um euch ueber alles moegliche unwichtige zu informieren….., was ich auch gedenke reichlich auszunutzen
was ist passiert in den letzten tagen? von aussen betrachtet eigentlich nicht viel, aber eben nur von aussen…, chanar ladeado,eine kleine stadt irgendwo in argentinien, uninteressant fuer alle die, die nicht gerade das pech haben dort zu wohnen, so dachte ich bei mir, als mich melissa und paula an einem abend in san marcos sierra fragten ob ich denn nicht lust haette sie in ihrer heimatstadt zu besuchen, sie waere aber sehr klein und touristisch gaebe es ueberhaubt nix, aber auch gar nix zu sehen…., und natuerlich antwortete ich zu ihrer verwunderung mit meiner lieblingsphrase auf dieser reise : why not? it´s a good idea….
fuer sich allein, und aus dem blickwinkel eines handelsueblichen travellers betrachtet (die es in argentinien uebrigens wie sand am meer gibt) betrachtet waren diese zweieinhalb tage relativ unspektulaer, hier die reihenfolge wie mir der ort sonntags mittels auto (und am naechsten tag durch eine fahrradtour) naehergebracht wurde: paulas kleine wohnung, in der ich schlafen wuerde, ein stillgelegter bahnhof, an dem sich das junge und junggebliebene volk trifft, das gerade nichts besserers und/oder gar nix zu tun hat, die oertliche speedwaybahn, wo das freie training fuer das leider erst am naechsten wochenende stattfindende rennen gerade zu ende war, paulas elternhaus samt eltern, melinas elternhaus nebst mutter und schwester clarissa, ihr fotostudio, dann das oertliche casino, in dem wir erst mal ne runde billard gezockt haben, danach ab zu sol, deren mann und kindern, abendbrot essen….
montags, nachdem ich erst einmal meine uhr zur reperatur gegeben habe, deren glas den lezten sturz vom nachttischschrank nicht ueberlebt hat,(interessanterweise habe ich nicht mal nen zettel gekriegt fuer meine uhr, und als ich paula fragte warum, sagte sie einen absolut logischen satz: “der ort ist so klein, hier kennt jeder jeden, sowas wie zettel brauchen wir hier nicht….”), und als sie mich fragte wie lange ich denn bleiben wuerde, gab ich eine ebenso logische antwort: “der uhrmacher hat gesprochen, morgen abend ist die uhr wieder heile”….( bis dahin war ich mir selbst nicht so recht sicher wie lange ich denn bleiben wuerde)
dann ab in melinas fotostudio www.myspace.com/melinaserrafotografias und erst mal ne runde kartoffelbrei mit schnitzel verdrueckt, yam yam, und auf gings, natuerlich nicht ohne der vorher landesueblichen siesta gebuehrend respekt erwiesen zu haben, zur fahrradtour, erst ein wenig durch den quadratisch deutsch korrekt angelegten ort, den kindergarten und die zwei schulen gestreift, vorbei an schon erwaehnter rennbahn und stillgelegtem bahnhof zur oertlichen recyclinganalage, zum friedhof, der etwas ausserhalb liegt, und ueber feldwege, logischerweise nicht ohne von einem lkw gebuehrend eingestaubt worden zu sein
zurueck in den ort,
abends dann zu alexandro, einem freund melinas (korrekt ausgesprochen: alechandro, besteht er drauf), der vor einiger zeit 1 monat in berlin verbracht hat und mir gleich, der heimatsprache nicht maechtig war (in diesem fall logischerweisse deutsch, oder was die berliner dafuer halten, und somit ein bruder im geiste war), wo es ein gar reichlich nachtmahl mit allem drum und dran gab…
dienstags mittagessen bei paulas familie, anschliesend eine fuehrung durch die rauemlichkeiten der freiwiiligen feuerwehr in bestem englisch, besuch eines der zwei oertlichen sportklubs inkl. schwimmbad, ein kurzer abstecher zur werkstatt von ……(ich habe leider den namen vergessen,asche auf mein haupt) vater, besichtigung der farm von paulas eltern, der zur zeit geschlossenen schule fuer die auf den farmen lebenden kinder, abholung meiner uhr (wechsel des glases 10 peso, also gerade mal 2.10 eu oder so) und spaeter abendbrot bei melinas familie,
und dann war es schon wieder zeit sich auf den weg zum busterminal zu machen, denn 23.56 uhr ging mein bus nach buenos aires…
soweit von ausen betrachtet, aber da war soviel mehr zu spueren, zu sehen und zu beobachten, die weibergang und deren freundschaft (6 wirklich extrem unterschiedliche und doch irgendwie aehnliche frauen), die herzlichkeit und waerme die zu spueren war waehrend ich von haus zu haus gereicht wurde, die freundschaften und kleinen feindschaften zwischen den bewohnern und deren umgang damit, denn in so nem kleinen nest fernab von allem kann man sich ja nicht wirklich aus dem weg gehen….
das nicht geniesbare leitungswasser (hochoffiziell giftig, aber den leuten die das sagen haben ist das relativ egal)
ach, es war einfach schoen und ein riesengrosses geschenk fuer mich in chanar ladeado sein zu koennen, womit wieder mal bewiesen waere die wahren schaetze liegen abseits der ausgetretenen pfade….
so nun zu buenos aires:
ganz im gegensatz zu meiner ersten stippvisite auf der durchreise erlebe ich diesmal buenos aires voellig stressfrei und entspannt, das begann schon damit das mich leo frueh um 6.48 uhr am busterminal in empfang nahm von wo aus wir uns zuegig mittels 20 minuetiger fahrt mit dem vorortzug richtung leos wohnung bewegten, angekommen erst mal ordentlich gefruehstueckt und dann ne runde abgeknackt bis 15.00 uhr, denn wie ueblich konnte ich im bus nicht schlafen…., vom rest dieses tages gibt es eigentlich auch nix spektakulaeres zu berichten, denn uns hat es nur kurz vor die tuere getrieben um mit hilfe des supermarktes den kuehlschrank zu fuellen, der rest des tages verging mit fernsehgucken…. (deutsche welle, nachrichten und son scheiss)
heute ging es auf in richtung downtown die stadt erkunden und erlaufen, eine fotoausstellung besuchen ( die mehr versprach als sie halten konnte), und der uebliche touribummel durch die strassen, auf dem rueckweg am bahnhof habe ich dario wiedergetroffen (der wohnungslose der mir bei meinem ersten kurszaufenthalt in buenos aires so hilfreich zur seite stand) was natuerlich ein grosss hallo gab und dafuer gesorgt hat das wir beide ein fettes grinsen im gesicht hatten (und ich immer noch habe), morgen abend gibt es ein wiedersehen mit den maedchen die ich samt leo in amaicha kennengelernt habe und anschliesend gehts zu einem konzert des “buenos aires philharmonic orchestra” und danach in eine verrraucht verruchte tangobar, so sprach zumindest val zu mir, und ich hoffe instaendig das es nicht einer der touristenschuppen ist, sondern was bodenstaendig unanstaendiges


April 25th, 2009 at 00:13
muchas gracias für den tollen bericht,amigo!
so sehr ich dir deine reiseerlebnisse gönne,so sehr wirds och langsam zeit,dass de wiederkommst =)hier gibts mir zuviele normale menschen^^
und ja..du siehst sehr verp..entspannt aus
habs gut und genieß die letzten tage in der südlichen freiheit!
April 25th, 2009 at 07:55
die besten pics gibts erst zu sehen wenn ich wieder da bin , big brother is watching you…….