weiter gen norden
am 22.03.09 ging es zuegig weiter gen norden, 1.station war tilcara (2461 ue.n.n.) gelegen mitten in einem talkessel der von einem fluss durchquert wird(sonst haette sich da wohl wahrscheinlich auch niemand niedergelassen) und ringsumher nur wueste , kakteen und die schon bekannten bunten berge,
tilcara ist ein regionaler anziehungspunkt fuer kuenstler aller art, dies merkt man auch gleich wenn man durch die gassen schlendert und die zahlreichen galerien besucht, gleichzeitig gibt·s ein buntes angebot von hier ueblicher kleidung (ponchos , decken ,huete etc.) und schnick schnack (fuer touris wie mich) auf dem oertlichen marktplatz, wer jetzt aber auf mitbringsel spekuliert den muss ich enttaeuschen, denn ich hab nur einen rucksack, und der ist voll
, was die preise angeht muss ich sagen unterstes level, und die qualitaet ist durchaus als aeusserst hochwertig zu bezeichnen,
nach meiner ersten im freien verbrachten nacht (hier gabs zwar hotels , aber eben keine hostels und dementsprechend teuer) und zu 6. in einem zelt, was zwar fuer 8 mann ausgelegt ist aber in der realitaet fuer fuenf schon als eng zu bezeichnen ist, noch dazu wenn vier davon frauen sind, hatte ich echt keine lust, denn erstens pupse ich gerne nachts, zweitens wollte ich meinen schlafsack eh mal abtesten, und drittens wollt ich auch mal den sternenhimmel geniesen…., und ich kann euch sagen in dieser hoehe ist die luft noch mal nen zacken klarer nachts und dememtsprechend deutlich die milchstrasse zu sehen) ging es nach einem ausgiebigen fruehstueck (ich hatte seit langem wieder mal nen guten starken kaffee(hatte am vorabend einen laden gefunden der tatsaechlich eine gute kolumbianische bohne im angebot hatte, und meine begleiter brauten sich wie ueblich ihren mate tee) gegen 12 auf zum eigentlichen ort meines interesses,den archaeologiscen ausgrabungen von tilcara, den praeinkaischen ruinen, natuerlich wiederentdeckt und ausgegraben von einem deutschen, wenn ich mich recht erinnere um 1910…, wieder aufgebaut und zugaenglich gemacht bekommt man eine ungefaehre ahnung vom leben vor 1400 n.chr.
in das gelaende integriert ist ein botanischer garten mit den hier ansaessigen pflanzen, gleichzeitig kann man sehr gut sehen wie in frueheren zeiten der boden nutzbar gemacht wurde und die agrokultur funktionierte, viel hat sich seit dem nicht daran geaendert, die landschaft laesst sich halt nicht ueberall vom menschen vergewaltigen…
danach zelt abbauen, zum busplatz, tickets gekauft und weiter gings,ein paar stunden spaeter in humahuaca (2939m ue.n.n) angekommen erstmal ratlos vom busplatz in eine schattige seitengasse getrottet und leo
losgeschickt um ein hostel zu suchen, den maedels (und auch mir) stand der sinn nach einer guten dusche und nem schoenen bett fuer die nacht, eine halbe stunde spaeter kam leo mit einem breiten grinsen zurueck, denn er hatte gleich um die ecke eine privatunterkunft gefunden wo in einem zimmer genau 6 betten standen, und das zu einem sehr guten preis, aber irgendwie war veraenderung in der luft, 2 von den 4 maedels waren nicht so gluecklich mit dem travellerleben (ich halt ja sonst nix von vorurteilen , aber die eine hat gerade ihre lehre als friseuse fertig und die andere will taenzerin werden ohne die figur und die ausdauer dafuer zu haben) sie waren halt zu sehr an das leben in buenos aires gewoehnt und leo wie auch ich hatten beide das gefuehl es wird langsam zeit das jeder wieder seine eigenen wege geht….(schliesslich hatte uns der zufall zusaammengewuerfelt, zumindest was leo und mich betraf, die maedels waren von anfang an zu viert unterwegs…) nachdem wir uns eingerichtet hatten, geduscht und gekaemmt waren, beschlossen leo und ich einen maennerabend einzulegen und zu gucken wo uns die naechsten tage hintreiben koennten….
die maedels taten es uns gleich und so trennten sich unsere wege fuer ein paar stunden,
in einer kleinen aber feinen kneipe gleich ums eck hab ich mit leo ein ausgiebiges abendmahl eingenommen (das erste mal lama , yam yam) und zwei bratschen und gitarrespielern gelauscht, da fuer leo schon feststand wo ihn der wind die naechsten drei monate hinfuehrt(oder solange sein geld reicht), hatte ich ausreichend gelegenheit mein englisch zu bemuehen und soviel wie moeglich infos ueber den suedlichen teil suedamerikas aus ihm herauszuholen, was auch nicht besonders schwer war, denn die meissten ecken hatte er schon selber bereisst….und so langsam verdichtete sich die grobe richtung meiner reise fuer die naechsten wochen,
gegen 12 zurueck im quartier empfingen uns vier ueberaus gutgelaunte maedels, den jul und pam hatten beschlossen am naechsten tag nach buenos aires zurueckzufahren…… was leo und mich zu der spontanen entscheidung fuehrte uns doch noch nicht in alle winde zu zerstreuen, sonden den naechsten tag als 4er gruppe weiter gen norden zu ziehen

