zurueck ueber die anden, mendoza und cordoba
am 03.04 fruehmorgens ging es zuegig zum busterminal (hatte ja den weg zum glueck schon vorher durchexerziert) und genau punkt acht gings auf zur andenueberquerung, diesmal aber bei tageslicht , was sich auch als goldrichtige entscheidung herausgestellt hat, denn was man nachts nur ahnen konnte war tagsueber umso eindrucksvoller zu bestaunen, in deutschland wuerde man diese strasse ob ihrer enge, kurven und steilheit wohl eher als landstrasse, nur geeignet fuer kleinere pkw bezeichnen, aber denkste, hier ist es eine hauptverbindung….. dementsprechend langsam ging es dann auch stellenweisse vorwaerts, die meisste zeit zwischen 15 und 30 km/h, der bus hatte eine geschwindigkeitsanzeige nur fuer die passagiere, in chile ist dies pflicht, genauso wie die staendige ortung per gps und detallierte infos ueber den fahrer, die zurueckgelegte strecke und so weiter, dies alles schoen praesentiert auf einem led laufband , fur alle gut sichtbar
, an der grenze hat es diesmal etwas laenger gedauert, denn die argentinischen zoellner haben ein spuerbar langsameres tempo als ihre chilenischen kollegen bei der einreise, und da es diesmal tags war standen auch noch vier andere buse vor uns… so wurde aus der fahrplanmaessigen ankunft die um zwei sein sollte um fuenf, aber was solls ich habe ja zeit….
in mendoza angekommen nahm mich der ungeliebte trubel der grosstadt sofort wieder in beschlag und bei dem versuch eine bleibe zu finden (im internetcafe des busterminals) fuer die nacht war ich nahe am ausflippen, kurz bevor dies geschah kam mir zugute das ich mein gepaeck nicht wie sonst meisst erst mal in der aufbewahrungsstelle deponiert hatte , sondern direkt am mann hatte und somit als reisender weithin kenntlich war …
woraufhin mir eine israelin , die am nachbarcomputer sas in bestem englisch ihre hilfe anbot, denn eigentlich reiste sie zu zweit, doch die freundin war erkrankt und schon nach israel zurueck (gute besserung) und somit ein platz frei fuer mich in einem gar nicht allzu schlechtem wenn auch nicht ganz billigem hostel mitten in der stadt, nach 20 min. fussmarsch angekommen, eingecheckt, geduscht , gefreut…. und der italiener schraeg gegenueber war auesserst preiswert und lecker, yam yam….
der naechste tag war nicht ganz sio erfreulich denn dummerweisse bin ich auf das alte touriabzocke splel hereingefallen und habe eine wein und biketour gebucht,
der weg dahin war ja noch ganz angenehm, zu viert im taxi fuer kostenlos ist ja mal nicht schlecht, aber angekommen schwante mir schon nix gutes, die raeder die angeblich exzellente mountainbikes sein sollten waren die letzten um nicht zu sagen allerletzten schrottmuehlen und die angeblich so romantische weinstrasse entpuppte sich auf dem groessten teil der strecke als staubig heisse, von viel verkehr frequentierte ausfallstrasse, und die lkw fahrer sind es nicht wirklich gewoehnt auf fahrradfahrer ruecksicht zu nehmen…, nur der letzte kilometer (von insgesamt zwoelf) der strecke war als annaehernd angenehm zu bezeichnen, eine etwas kleinere starsse gesauemt von einer herrlich viel schatten spendenden baumallee, dafuer waren die weingueter allesamt kostenpflichtig , was natuerlich auch mit keiner silbe vorher erwaehnt wurde , weder im prospekt noch muendlich… und 15 peso fuer drei kleine probierschlucke schlechten weins sind echt ganz schoen happig, und der wein war wirklich durch die bank weg scheisse…. und die wollten einem den rotz auch noch fuer ab 20 peso die flasche andrehen, dabei gabs in mendoza ( und auch sonst in argentinien) ab 5 bis 7 peso durchaus lecker roten und weissen, der einzige lichtblick war die schokoladenmanufaktur, die war wirklich gut und hatte ganz zu meiner verwunderung auch keine ueberhoehten preise im angebot….
den naechsten tag wollte ich mich zuegig nach cordoba aufmachen , doch wurde ich in meinem tatendrang erst mal von den mendozinischen taxifahrern erheblich ausgebremst denn diese hatten auf irgendwas (konnte leider nicht in erfahrung bringen worum es ging) eine stinkwut und haben deshalb sonntagsfrueh erstmal mit brennenden reifen und ihren taxis alle zufahrtswege zum busterminal und auch die restliche innenstadt blockiert, was zur folge hatte das ich erstmal in erfahrung bringen musste ob der bus ueberhaupt faehrt ( das ticket hatte ich ja schon) und wenn ja von wo aus…., nach einer kleinen odysee von schalter zu schalter, zur info, zur polizei, zurueck zu den schaltern , der info und so weiter habe ich dann mit drei stunden verspaetung doch noch mendoza richtung cordoba verlassen
von cordoba selber gibts nicht allzuviel zu berichten , denn obwohl ich drei tage da verweilte habe ich nichts anderes getan als mich ab dem spaeten nachmittag in einem schachlokal rumzutreiben und regelmaesssig zu verlieren, was mich aber je spaeter der abend umso weniger gestoert hat, denn wie gesagt der rotwein in argentinien ist lecker und preiswert ![]()
das hostel selber war auch ganz ok und montagabend gabs wieder mal ein schoenes barbeque fuer gar kein geld , einfach mal so, fand ich ne feine sache…
am 08.04 gings auf nach mina clavero, doch davon spaeter mehr, die bilder von den letzten tagen reiche ich auch noch nach, momentan bin ich froh wenn das internet nicht alle drei minuten auf wiedersehen sagt….

